Gemüsegerichte und Beilagen

Gemüse ist wirklich mehr, als nur eine Beilage. Im Gegensatz zu vielen Fleischsorten, bringen viele Gemüse soviel eigenen Geschmack mit, daß Gewürze hier mehr die Funktion der Intensivierung des Geschmacks haben. Man muß keineswegs Vegetarier sein, um für den unter genannten Auberginen-Roggen-Gratin zu schwärmen.


Glasierte Karotten
Pro Person rechnet man 3-5 Karotten. Ansonsten braucht man nur Butter, Salz, Zucker und Alufolie.
Diese Zubereitung eignet sich ideal für den Grillabend. Das Gemüse schmeckt aber auch zu vielen Fleisch- oder Fischgerichten. Die Zubereitung ist sehr einfach, das Ergebnis jedoch umwerfend. Den Backofen auf ca. 200 Grad vorheizen. Die Karotten schälen und der Länge nach halbieren. Doppelt soviel Alufolie abrollen wie das Backblech breit ist. Die Alufolie auf das Backblech legen, so daß die Ränder hinten und vorne überstehen. Hierauf möglichst nebeneinander die Karottenhälften legen. Mit wenig Salz und je einer Prise Zucker bestreuen. Butterflöckchen über die Karotten geben und die Alufolie über dem Gemüse so verschließen, daß keine Öffnung mehr zu sehen ist. Für ca. 30-45 Minuten (je nach Größe der Karotten und dem gewünschten Gargrad) im Ofen backen.
Ich laß sie lieber 45 Minuten im Ofen, schalte den Ofen dann aus und laß die geschlossene Folie solange im Ofen, bis meine anderen Speisen serviert werden. Dann sind die Karotten butterweich und leicht gebräunt. Kinder wie Erwachsene werden Ihnen diese Beilage ruchzuck wegessen. Sollte doch mal etwas übrig bleiben, so kann man die Karotten auch mit etwas Olivenöl und wenig Balsamicoessig beträufelt als Vorspeise kalt reichen.


Rosenkohl mit Maronen und getrockneten Pflaumen
250 gefr. Rosenkohl, 200 g Maronen (küchenfertig), 200 g getrocknete Pflaumen, Butter, Salz
Diese Beilage ist etwas für das große Menue, für den tollen Braten oder die Weihnachtsente. Es gibt heute bereits fertig geschälte und vorgegarte Maronen (Eßkastanien). Falls Sie die nicht bekommen, dann brauchen Sie wirklich viel Zeit für dieses Gericht, denn das Schälen und Enthäuten von Maronen ist recht mühsam. Notfalls könnten Sie sogar auf die Maronen sogar verzichten - obwohl die Optik dann etwas gestört wäre.
Geben Sie den Rosenkohl in leicht gesalzenes Wasser und garen Sie ihn in etwa 15-20 Minuten. Er sollten keinen Biß mehr haben, sondern sollte butterweich sein. Vermischen Sie das Gemüse mit den Pflaumen und den Maronen, geben Sie 3-4 Eßlöffel flüssige Butter darüber und stellen Sie das Gemüse noch für etwa 15 Minuten bei 100 Grad in den Backofen. Oder Sie vermengen das Gemüse im Topf bei geringer Hitze und behutsamen Rührbewegungen. Diese Mischung schmeckt köstlich, sieht gut aus und ist für die meisten Gäste eine echte Überraschung. Unbedingt mal ausprobieren!


Bohnenpäckchen mit Thymian
Prinzessbohnen, Frühstückspeck, Thymian, Butter, Salz, Balsamicoessig (muß nicht sein)
Sie können frische, sehr feine Bohnen vom Markt nehmen oder auch ganz einfach die beste Dosenware feine Prinzessbohnen. Wenn Ihnen das Geld gerade mal locker sitzt, wären Keniabohnen die Krönung. Die gegarten Bohnen sollten weich aber nicht matschig sein. Lassen Sie das Gemüse etwas abkühlen. Legen Sie die Bohnen in Päckchen zusammen, also jeweils eine gute Handvoll, und umwickeln Sie sie mit je einer Scheibe Frühstücksspeck (Bacon). Legen Sie die Päckchen nebeneinander in einen breiten Topf oder eine Pfanne. Ohne Deckel bei anfangs großer Hitze wird der Speck gebraten. Die Päckchen einmal wenden. Der Speck darf nicht braun oder knusprig werden. 2 Eßlöffel Butter schmelzen lassen, vom Herd nehmen, 1-2 Teelöffel getrockneten Thymian in der Handfläche zerreiben und in die Butter geben. Leicht salzen und 2 Tropfen Balsamicoessig unterrühren (wer den nicht hat oder nicht mag, läßt ihn eben weg). Die Butter über die Bohnen träufeln, nochmals kurz erwärmen und gleich servieren.
Diese Beilage schmeckt hervorragend zu Lamm, Steaks oder anderen kurzgebratenen Sachen. Ich mag es gerne noch etwas provençalischer und gebe in die Butter noch etwas zerdrückten Knoblauch.


Selleriepüree
für 4-6 Personen reicht eine Sellerieknolle und eine entsprechende Menge Kartoffelpüree (frisch zubereitet oder aus der Tüte), ein Schuß Sahne oder Kondensmilch und 1 Ecke Sahneschmelzkäse, etwas Zucker, Salz, Pfeffer und Muksatnuß.
Den Sellerie schälen, grob in Scheiben zerteilen und in Salzwasser in ca. 15-20 Minuten garkochen, er sollte angenehm weich sein - „alldente“ ist hierbei nicht gewünscht. Mit dem Messer und dann mit dem Pürierstab gründlich pürieren. Kartoffelpüree, Sahne, Schmelzkäse und die Gewürze untermischen und abschmecken. Sie erhalten so eine sehr pikante Beilage, die ein weiteres Gemüse überflüssig macht. Wer es gerne etwas säuerlicher mag, kann noch mit etwas Balsamico-Essig nachwürzen. Schmeckt gut zu vielen Fleischgerichten, Frikadellen oder Bratwurst.


Spinat mit Tomaten
für 4-6 Personen: 1 Packung TK-Blattspinat, 1 gr. Dose Tomaten, Butter, gefr. Zwiebel-Knoblauchmischung,, 1 Tasse Sahne, 1 Ecke Schmelzkäse, Salz, Zucker, Muskatnuß
In einen ausreichend großen Topf Butter erhitzen, das Päckchen Zwiebel-Knoblauchmischung (oder noch besser 1 frische Zwiebel und 1 Knoblauchzehe, jeweils gewürfelt) anbraten, den gefr. Spinat beifügen, Tomaten ohne Saft unterrühren und bei geringer Hitze 10-15 Minuten im geschlossenen Topf dünsten. Sahne und Käse unterrühren und mit den Gewürzen pikant abschmecken. Ein halber Teelöffel Balsamico-Essig gibt dem Ganzen die geschmackliche Abrundung. Paßt gut zu vielen Fleisch und Fischgerichten, die nicht bereits von einer pikanten Sauce begleitet werden.


Spinatnocken
Zutaten für  4-6 Personen: 250-300 g gefr. Blattspinat, etwas Salbeiblätter, 50 g frischen Parmesankäse, 250 g Weißbrot. 2 Eier, 150 ml Milch, 50 g Butter, 5 Eßlöffel Mehl, Pfeffer, Salz und Muskatnuß.
Weißbrot in Milch für ca. 1-2 Stunden einweichen. Spinat auftauen, leicht auspressen und hacken. Spinat, Brotmasse, Eier und Mehl zu einem Teig verkneten und dabei mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß würzen. Reichlich Salzwasser aufkochen, aus dem Spinatteig mit dem Löffel kleine Nocken abnehmen und in ca. 5 Minuten in dem heißen Wasser garen bis sie aufschwimmen. Die Spinatnocken in zerlassener Butter schwenken mit den gehackten Salbeiblättern und dem geriebenen Käse bestreuen und im Ofen kurz überbacken. Als Vorspeise oder gehaltvolle Beilage zu saucenreichen Fleischspeisen servieren.


Kammkartoffeln
Rechnen Sie pro Person ca. 1-2 große oder 2-3 mittelgroße Kartoffeln (festkochend). Kartoffeln schälen, abspülen und auf ein Brett legen. Jede Kartoffel längs durchteilen - aber nicht an der breiteren Seite - so daß sich halbe, bucklige Kartoffelhälfte ergibt. Ein Backblech leicht mit grobem Mehrsalz bestreuen. Die Kartoffeln mit der Schnittseite auf das Backblech geben und mit einem scharfen Messer mehrmals längs einritzen. Aus Olivenöl, Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence und Knoblauch eine Mischung erstellen und mit einem Pinsel auf die Kartoffeln streichen. Im Backofen je nach Größe 40-50 Minuten bei 175 Grad Umlauft im Ofen backen und möglichst sofort servieren. Stehen die Kartoffeln noch zu lange herum, dann werden sie nämlich zäh. Paßt gut zu italienischen oder französischen Gerichten, zu Lamm, Rind oder auch zu Fisch.


Annakartoffeln
Pro Person nimmt man etwa 2-3 Kartoffeln (festkochend), schälen und waschen. Eine hohe feuerfeste Glasform mit reichlich Butter ausstreichen. Nehmen Sie nun die erste Kartoffel und schneiden sie in dünne Scheiben. Die Scheiben legen Sie auf den Boden der Form. Ist die erste Lage voll, Kartoffelscheiben mit reichlich Salz und Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack würzen. Ein paar Butterflocken auf die Kartoffeln und dann die nächste Lage leicht versetzt aufschichten. So fahren Sie mit Schicht zu Schicht fort: Kartoffelscheiben, Salz, Pfeffer, Butter, etc. bis alle Kartoffeln verbraucht sind. Deckel drauf und für 60 Minuten in den Ofen stellen, 200 Grad oder 175 Grad bei Umluft. Die Form aus dem Ofen nehmen, vorsichtig den Deckel entfernen und noch mal offen in den Ofen stellen bis die oberste Lage sich schön bräunt. Sofort servieren. Diese Beilage hat es kalorienmäßig etwas in sich, aber schlimmer als ein Kartoffelgratin ist es auch nicht. Annakartoffeln schmecken gut zu kurzgebratenem Fleisch. Wer es mag, kann zusätzlich zum Pfeffer auch Thymian, Kräuter der Provence, gemahlenen Rosmarin oder Kümmel (nicht gerade mein Ding) auf die Schichten streuen. Das ganze nimmt die Form eines Auflaufes an, wenn jede 2. Schicht aus frisch
geschnittenen Zwiebeln besteht und Würfel von Schinkenspeck dazwischen gemischt werden.

Kartoffelgratin oder Gratin dauphinoise
Sie gehen ähnlich vor wie bei den Annakartoffeln, nur lassen Sie die Butter zwischen den Schichten weg. Nachdem die Form gefüllt ist, mischen Sie einen Becher Sahne mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß und gießen die Sahne über die Kartoffeln. Wer möchte, kann auch noch geriebenen Käse drüberstreuen.
Eine etwas schnellere Variante erhalten Sie, wenn Sie die Kartoffeln erst al dente kochen und dann in Scheiben schneiden. Etwas abkühlen, wie gehabt in der Form schichten und überbacken. Auch hier kann mit Kräutern, Knoblauchzehen und verschiedenen Käsesorten experimentiert werden.


Gefüllte Kartoffeln
Rechnen Sie pro Gast 2 sehr große Kartoffeln - so wie für Folienkartoffeln. Kartoffeln schälen und etwa 15 Minuten kochen, abkühlen lassen. Die Kartoffeln längs halbieren und mit einem Teelöffel vorsichtig aushöhlen, die äußere Wandung darf aber nicht zu dünn werden, sonst zerbricht das ganze. Pro Gast 1 Zwiebel schälen und würfeln. In einer Pfanne mit Butter kräftig durchbraten, das entnommene Kartoffelfleisch hinzugeben und kurz mitbraten. Mit Pfeffer, Salz, Petersilie oder anderen Kräutern würzen. Die Mischung in die ausgehöhlten Kartoffeln geben und mit geriebenem Käse oder Scheiben von Mozzarella abdecken. Im Ofen in ca. 10-15 Minuten überbacken und heiß servieren. Wenn Sie in die Füllung etwas Schinkenwürfel geben, reicht diese Gericht schon für eine gute Vorspeise oder womöglich sogar als vollständige Mahlzeit.
Alternativen: man kann natürlich auch diverse andere Füllungen nehmen; z.B. Krabben mit Curry, Sherry und Dill gebraten -  Gorgonzola mit gehackten Walnüssen und Muskatnuss - gebratenes Hackfleisch mit Fetawürfeln, Petersilie, Knoblauch, Zitronensaft und Kreuzkümmel – gebratenes Hackfleisch mit Würfeln aus getrocknete Tomaten, Basilikum, Knoblauch und Mozzarellawürfeln – getrocknete Pflaumen und Zwiebeln in Portwein gekocht – Schinken- und Goudawürfel mit Oregano – Zwiebeln und Pfefferschoten in Sojasauce gekocht – Pfirsichwürfel mit Frischkäse – Thunfisch mit Zwiebeln und Käse – und und und

Folienkartoffeln mit eingelegten Zwiebeln
Das könnte der Hit für Ihren Grillabend werden. Pro Person rechnen Sie 2-3 sehr große Kartoffeln (festkochend), sowie 3-4 Zwiebeln. Desweiteren benötigen Sie Alufolie, dunkle Sojasauce, Knoblauchzehen Pfeffer, Salz, Zucker, getrockneter Thymian, Balsamicoessig (evtl. Sambal Manis - Paste aus Pfefferschoten) und Olivenöl.
Einen Tag vor dem Grillen fangen Sie mit den Zwiebeln an. Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. In reichlich Öl werden die Zwiebeln langsam gebraten - nicht fritieren! Wenn sie schön weich sind, eine reichliche Prise Zucker hinzugeben und kurz weiterschmoren. Hitze aus und mit einem kräftigen Schuß Sojasauce, wenig Pfeffer, etwas zerdrücktem Knoblauch, einem Spritzer Balsamicoessig und Thymian würzen. Wer es gerne etwas schärfer mag, sollte noch mit Sambal Manis nachwürzen. Diese Mischung mit soviel Olivenöl auffüllen, daß die Zwiebeln gut bedeckt sind. Über Nacht - oder auch ruhig 2 Tage ziehen lassen. Diese Mischung reichen Sie in einer Schüssel kalt zu Ihrem Grillfleisch und zu den Folienkartoffeln - ein echter Genuß! Sie können auch ruhig mehr erstellen, als Sie eigentlich benötigen. Im Kühlschrank hält sich die Zwiebelmischung recht gut. Allerdings muß man sie etwa 30-45 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, da das Öl mitunter gerinnt.
Die Kartoffeln waschen aber nicht schälen. Die Alufolie in ausreichend große Stücke teilen, mit Olivenöl einstreichen, salzen und die Kartoffeln gut einwickeln und für 60-75 Minuten im Ofen garen (Garprobe mit einem Spieß, Messer oder einer Gabel).
Sollten Sie mal - wider Erwarten - etwas von der Zwiebelmischung übrig behalten, dann mischen Sie sie einfach unter eine ausreichende Portion Kartoffelpüree, gebratenen Nudeln oder gekochtem Reis, das schmeckt auch sehr gut.


Auberginen-Roggen-Gratin
für 4 Personen: 100 g Roggenkörner (sprießfähig), 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 3 Auberginen, 200 g Greyerzer Käse oder Emmentaler, 1 gr. Dose Tomaten, Oregano, Rosmarin, 1 Lorbeerblatt, Olivenöl, Pfeffer, Salz, 1 Strauch Petersilie
Die Roggenkörner waschen und über Nach in Wasser einweichen.
Die Roggenkörner in reichlich Salzwasser 30 Minuten kochen, abgießen, trocknen lassen. Die Auberginen in Würfel schneiden und in reichlich Öl bei guter Hitze kräftig anbraten und abtropfen lassen. Zwiebeln in Würfel getrennt in Butter oder Öl anbraten, Knoblauch gepreßt oder gewürfelt hinzugeben und bräunen, Tomaten ohne Flüssigkeit hinzugeben, etwas zerpflücken. Mit Kräutern, Pfeffer und Salz würzen, 1 Lorbeerblatt etwa 10 Minuten mitziehen lassen. In einer Auflaufform Roggen, Tomatenmischung, Auberginenwürfel mit gehackter Petersilie vermischen und mit Käse überstreut 10-15 Minuten im Ofen überbacken.
Der Roggen schmeckt ähnlich wie Reis, ist jedoch viel nussiger und herzhafter. Dieses Gericht wird auch „eingefleischte“ Fleischesser begeistern.



 

Crème aus roter Paprika und Walnüssen
Zutaten für ca. 4 Personen:
2 rote Paprikaschoten, 100 g Walnusskerne, 125 g Zwieback, 1 Granatapfel, etwas Öl, 1 Teelöffel Sambal Oelek (oder etwas Cayenne-Pfeffer), 1/8 l Wasser, Salz
Die Zutatenmischung klingt originell, aber das Ergebnis ist sehr lecker. Statt des Granatapfel könnte man auch eine halbe Tasse Apfelsaft nehmen, aber der etwas herbe Geschmack des Granatapfel gibt doch eine andere Note. Die Zubereitung geht recht schnell, wenn man einen guten Mixer hat (am besten den Glasaufsatz für Milchmixgetränke). Und so geht’s:
Paprika waschen, entkernen, würfeln und in den Mixer geben. Wasser, ein Schuß Öl, einen Teelöffel Sambal Oelek und Nüsse hinzufügen und auf höchster Stufe glatt rühren. Den Saft des Granatapfels auspressen und zusammen mit den klein gebröselten (oder geraspelten) Zwiebackscheiben unter die Paprikamasse ziehen. Etwas einweichen lassen und nochmals auf mittlerer bis höchster Stufe mixen. Mit Salz abschmecken – fertig. Diese Crème kann man kalt oder nur leicht erwärmt gut zu Fleischgerichten reichen oder einfach mal mit Spaghetti essen. Durch den Nussanteil ist dieses Gericht recht sättigend. Lassen Sie sich also durch die scheinbar geringe Menge nicht täuschen.


Karotten und Frühlingszwiebeln in Balsamico
Zutaten für ca. 4 Personen: 500 g Karotten, 1 Bund Frühlingszwiebeln, Butter, 1 Becher Sahne, Balsamico-Essig, Zucker, Salz
Karotten schälen und sehr schräg in große Stücke (ca. 2 Finger breit) schneiden. Durch den Schrägschnitt gart die Schnittstelle besser und bräunt auch leichter. Die Frühlingszwiebeln waschen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Karottenstück anbraten. Die Frühlingszwiebeln zufügen und auf kleiner Flamme 10 Minuten weiter schmoren (ohne Deckel) und häufiger wenden. Einen Teelöffel Balsamico-Essig unter das Gemüse rühren und verkochen lassen. 3-4 Prisen Zucker und 2 Prisen Salz über das Gemüse geben. Am besten kurz vor dem Servieren noch mal gut erhitzen und jeweils etwa ¼ des Sahnebechers hinzufügen und nach und nach einkochen lassen. Die Sahne sollte einen weißen Belag auf dem Gemüse ergeben. Wird das Gericht danach noch lange warm gehalten, trennt sich die Sahne und man sieht nur noch flüssige Butter (schmeckt dann immer noch gut, sieht aber nicht mehr so schön aus). Paßt gut zu italienischen oder französischen Fleichgerichten.                                   

Zitronenreis
4 Personen: 375 g Langkornreis, Salz, 1 TL Kurkuma, 2 EL Kokosraspel, 2 EL Milch, 2 EL gehackte Cashewkerne, ½ TL Senfkörner, ½ TL Curry, 2 Zitronen, Butter
Den Reis mit dem Kurkuma und etwas Salz gar kochen. Inzwischen Nüsse, Senfkörner und Curry in Butter oder Ghee rösten und zusammen mit den in Milch aufgeweichten Kokosraspel unter den Reis heben. Den Saft der Zitronen unterrühren. Evtl. salzen und mit Butter, Ghee verfeinern.


Mais mit Kichererbsen und Zwiebeln
1 Bund Frühlingszwiebeln, 2 rote Zwiebeln, 1 Ds. Mais, 1 Ds. Kichererbsen, Butter, Curry, gemahlener Kreuzkümmel, Salz, Butter
Frühlingszwiebeln und rote Zwiebeln klein schneiden und in Butter kräftig anbraten und gut salzen. Mais und Kichererbsen abgetropft und abgespült unterrühren. Mit Salz, Curry, Kreuzkümmel und Butter abschmecken. Schmeckt zu indischen, asiatischen Rezepten oder einfach zu deftigen Fleisch-/Fischgerichten.

Bratkartoffeln vom Blech
Pro Person etwa 3-4 Kartoffeln, 1 Zwiebel, Butterschmalz, Pfeffer, Salz, Muskatnuß
Backofen auf 180 Grad vorheizen, tieferes Backblech mit Backpapier auslegen. Kartoffeln schälen, und längs in Scheiben schneiden, Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Das Backpapier mit reichlich Butterschmalz oder Butterflöckchen und Pflanzenöl einreiben. Darauf die Zwiebelringe verteilen, darüber die Kartoffelscheiben. Pfeffern und salzen und wenig Muskatnuß auf die Kartoffeln geben. Das Blech in den Ofen schieben und ca. 45-60 Min backen, dabei nach ca. 30 Min. die Kartoffeln einmal vorsichtig wenden. Mit Knoblauch und Rosmarienzweigen macht man bei Bedarf daraus provencalische Kartoffeln. Mit Speckstücken und Spiegelei wird es bäuerlich, mit Krabben zum Fischerfrühstück.

Ragout aus Champignons, Nektarinen, Cranberries und Zwiebeln an Curry
500g Champignons in Viertel geschnitten, 3 Zwiebeln in grobe Achtel geteilte, 3 Nektarinen entkernt, geviertelt und in nicht zu kleine Stücke geschnitten, 2 EL getr. Cranberries, 1 TL rosa Pfeffer, ½ TL Chiliepulver, 2 TL Curcuma, 2 TL ind. Curry, 1 TL gem. Kreuzkümmel, 3 TL gekörnte Hühnerbrühe, 1-2 Tassen Marsalawein oder Madeira, 1 Becher Sahne, Mehl zum Binden oder fertiger Saucenbinder, Salz, Butter
Die Zwiebeln bei guter Hitze anbraten, die Pilze zugeben und ebenfalls gut anbraten. Den rosa Pfeffer im Mörser zerstossen und mit den Cranberries in einer Tasse Wein ziehen lassen. Die Nektarinen in das Ragout geben, aufkochen und mit dem Wein und der Sahne ablöschen. Alle Gewürze unterrühren und die Sauce etwas einkochen, abschmecken. Zuletzt mit dem Mehl oder dem Saucenbinder etwas eindicken.


Safran-Butter-Reis (oder Himbeer-Balsamico-Reis)
2 Tassen Basmati-Reis, Butter, Salz oder Brühe, ½ TL Safran-Pulver Reis in Wasser oder Brühe ca. 10 Min. kochen. Den Reis abgießen und in dem Topf ca. 40-50g Butter flüssig werden lassen. Safran-Pulver in der Butter glatt rühren und nach und nach den Reis untermischen bis er eine einheitliche Farbe angenommen hat. Mit Salz abschmecken. Eine exotische Variante: statt Safran 1-2 EL Himbeer-Balsamico unter die Butter rühren.

Rote-Bete-Risotto
1 rote Zwiebeln 250 g gekochte Rote Bete (keine Essig-Ware), 200 g Risotto-Reis, 150 ml fruchtiger Rotwein (Merlot), 600 ml Gemüsebrühe (angerührt), 150 g. Blauschimmelkäse (Bavaria Blue o.ä.), Pfeffer, Salz, Olivenöl, 50 g gehackte Walnüsse oder Cashew, Rucola-Blätter
Die Zwiebeln in Öl 5 Min. glasig dünsten, Rote Bete in Würfel geschnitten unterrühren, Reis hinzufügen – 2-3 Min ziehen lassen. Stark erhitzen und mit Wein und Brühe ablöschen. Alles in eine Jena-Glasform mit Deckel (o.ä.) füllen und bei 200 Grad im Ofen 20-30 Min. garen. Nüsse hacken, Käse in Würfel schneiden und auf das Risotto geben. Nochmals 5 Min. im Ofen backen. Kurz vor dem Servieren den Rucola grob hacken auf den Auflauf geben und geschlossen für 1-2 Min. einfallen lassen und dann gleich offen servieren.
Schmeckt als Vorspeise oder als Beilage.

Rote Paprika mit Tomate geschmort
4 rote Paprika, 4 Tomaten, Salz, Pfeffer, Thymian, gehackter Knoblauch, Olivenöl, Balsamico-Essig oder Crema Balsamico
Die Paprika durch den Stil teilen und nur die inneren Wände und Kerne entfernen. Mit Salz, Pfeffer, Öl, Knoblauch und gezupften Thymianblättern würzen. In jede Hälfte eine halbe Tomate (Stielansatz entfernen) geben, mit Salz, Öl und Balsamico würzen. Bei 200 Grad gut 1 Stunde im Ofen backen. Sehr leckere Beilage zu italienischen Fleischgerichten oder mit frischem Baguette eine nette Vorspeise.

Julienne aus 3 Gemüsesorten mit Zitronensaft und Koriander
4 große Wurzeln, 1 Zucchini, 400 g Champignons, 1 gehackte Zwiebel, Butter, Sahne, getr. Korianderblätter, Saft einer Zitrone, gekörnte Hühnerbrühe, Zucker
Die geschälten Wurzeln in 3-4 cm lange Stücke teilen und einmal längs halbieren. Dann auf die Schnittfläche legen und in eine feine Scheiben, Stäbchen schneiden. Zucchini und Champignons auf ähnliche Größe zuschneiden. Zwiebelwürfel anbraten und die Champignons hinzufügen. Bei starker Hitze häufig umrühren und nach ca. 2-3 Minuten erst die Wurzeln und dann die Zucchini unterheben und weiter bei starker Hitze öfter wenden. Zitronesaft und ca. 100 ml Sahne, 2 TL gekörnte Brühe, 1 TL Korianderblätter und eine Prise Zucker einkochen, Temperatur auf kleinste Stufe und nochmals abschmecken.


 

Kartoffel-Lavendel-Stampf
1,5 kg Kartoffeln, 3/8L Milch, Kondensmilch, Salz + Pfeffer, 50g Butter, 100g Sahneschmelzkäse,1 TL Lavendelblüten, 1-2 Tl gefr. Knoblauch oder 1 zerdrückte Knoblauchzehe
Die Butter erhitzen und den Knoblauch darin glasig anbraten dann mit den Lavendelblüten mit etwas Salz darin verrühren und bei kleinster Hitze gut 10-15 Min ziehen lassen. Die Butter darf nicht anbrennen, im günstigsten Fall ist sie leicht braun geworden und riecht nussig (darum nennt man das Grundrezept auch Nussbutter). Kartoffeln in Salzwasser kochen, abgießen und mit einem Kartoffelstampfer zu Brei drücken (kein Mixer, sonst wird das zähe Pampe), portionsweise mit der Milch vermischen, mit Pfeffer und Salz abschmecken – man kann auch ein gutes Fertigprodukt benutzen, dann am besten „Herzhaftes Kartoffelpüree“. Unter das fertige Püree die Lavendelbutter und den Schmelzkäse ziehen und evtl. noch mit etwas Kondensmilch glatt rühren. Das Püree sollte fest und flockig sein, also nicht zu viel Kondensmilch nehmen. Passt gut zu herzhaften Fleischgerichten.

Prinzeßbohnen und Möhren in Porree gebunden
Die Karotten längs vierteln, die Porreestange einmal längs halbieren. Alle Gemüse getrennt garen, aber nicht zu weich. Die Porreestreifen noch mal in 4-5 Teile trennen, so dass man mit ihnen ein Band um ein Gemüsepäckchen binden kann. Ein paar Bohnen und Karottenstreifen auf ein quer liegendes Band Porree legen und den Porree vorsichtig über dem Gemüse verknoten. Die einzelnen Päckchen in eine feuerfeste Glasform legen, mit flüssiger Butter beträufeln und im Ofen warm halten. Evtl. mit Paniermehl überstreut kurz überbacken.

 

Spargel und Karotten gegrillt
500g weißer und 500g grüner Spargel und 400g Karotten, Olivenöl, Salz, Zucker, gem. Kreuzkümmel,
gefr. /frischer Knoblauch, getr. grobkörniges Chili
Die Karotten und den Spargel schälen (grüner nur im unteren Drittel), die Karotten längs halbieren. Den Backofen auf 210 Grad vorheizen. Ein Backblech leicht einölen und mit etwas Knoblauch (ca 1EL) bestreuen. Weißen Spargel und Karottenhälften abwechseln auf das Blech geben mit etwas Ölivenöl beträufeln und mit Zucker, Salz, Kreuzkümmel und Chili gut würzen. Das Blech mit Alufolie gut abdecken. Im Ofen etwa 30 Min. backen. Die Folie entfernen, den Ofen auf Grillstufe stellen. Den grünen Spargel auf dem Gemüse gleichmäßig verteilen und alles nochmals 5-7 Min. im Ofen grillen.
Ein leckere Beilage zu Fisch oder Fleisch oder einfach so als Vorspeise.

Auberginen-Würfel in Joghurt-Sesam-Sauce
3 mittlere Auberginen, Olivenöl, Paprikapulver edelsüß und rosenscharf, Kreuzkümmel gemahlen, Salz, 1 Zitrone, 400g griechischen Joghurt (10%), 3 EL Tahin, Honig, Sesamkörner, 1 Bund glatte Petersilie, Backpapier, Backofen auf 200 Grad vorheizen
Die Auberginen waschen in ca. 3cm kleine Würfel schneiden, salzen und in ein Sieb geben. Ca. 20 Min. Wasser ziehen lassen, damit die Bitterstoffe rausgespült sind. Die Auberginen abspülen und leicht abtupfen. In eine große Schüssel geben und mit Salz, Kreuzkümmel, Paprikapulver (evtl. auch Knoblauchpulver) gut bestreuen. ½ Olivenöl hinzugeben und alles gut vermischen (am besten 1xHandschuh und dann per Hand vermischen). Backpapier auf einem Backblech auslegen und die Würfel so verteilen, dass die Hautseite möglichst unten ist. Im Ofen mit Umluft ca. 20-30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Zitrone abreiben und mit 3 EL Tahin, ½ TL Honig und dem Joghurt verrühren. 2 TL Sesamkörner mit etwas Salz in einer trockenen Pfanne kurz anrösten und mit 1 EL Olivenöl unter den Joghurt rühren und dann mit den Auberginenwürfeln vermischen. Mit abgezupfter Petersilie garniert servieren.

Tipp: Man kann auch mehr Auberginen nehmen und einen Teil davon am nächsten Tag mit Hackfleisch, Zwiebeln, Tomaten, Oliven etc.  und Bulgur oder Nudeln zu einem weiteren Gericht verwenden oder einfach die Auberginen als Tapas-Vorspeise nutzen.

Gegrillte Auberginenwürfel mit süßen Tomaten
3 mittlere Auberginen, Olivenöl, Salz, edelsüßes Paprikapulver, Kreuzkümmel, Knoblauchpulver, 500g Cocktailtomaten, Zucker, 10 entkernte schwarze Oliven (trocken eingelegt/griechische Art), 1 EL gefr. Knoblauch oder entsprechende Menge frisch, Backpapier. Ofen auf 200 ° vorheizen.
3 mittlere Auberginen in ca. 3cm große Würfel schneiden, salzen und 15-20 Minuten entwässern.
Abspülen, abtupfen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit Einmalhandschuhen Salz, Paprikapulver, gemahlenen Kreuzkümmel und Knoblauchpulver unter die Auberginenwürfel mischen. Möglichst die Hautseite nach unten ausrichten.
Die Tomaten längs und quer in Viertel schneiden und mit Salz und Zucker vermischen. Die Tomaten sollten kräftig und leicht süßlich schmecken. Oliven halbieren und mit etwas Olivenöl und Knoblauch unter die Tomaten ziehen. Die Tomatenmasse in eine feuerfeste Form geben.
Auberginen (oben) und Tomaten (unten) gleichzeitig für ca. 20-30 Min. möglichst bei Umluft backen. Die Auberginenwürfel sollten gebräunt aber nicht verbrannt sein. Kurz vor dem Servieren Auberginen unter die Tomatenmasse ziehen und evtl. mit Salz abschmecken

Rosenkohl-Pesto
ca. 300-400g gekochter Rosenkohl, ca. 100-150g Walnusskerne, ca. 100 g Parmesan, ½ Tasse Sahne oder Sojasahne, 1 EL Butter, etwas Salz.
Walnüsse und Parmesan grob zerkleinern und mit der Butter und dem erwärmten Rosenkohl im Mixer (Pürierstab, Mulinex, Thermomix o.ä.) zu einem feinen Püree verarbeiten. Je nach Geschmack können auch noch ein paar grob gehackte Nüsse hinzugefügt werden. Mit Salz abschmecken.
Dieses Pesto lässt sich gut mit Nudeln oder Reis vermischen oder als Kruste auf Fleisch überbacken. Man kann es auch auf Crostinis als Vorspeise oder Gruß aus der Küche servieren. Oder als Füllung für ausgehöhlte Kartoffeln, Zucchini, etc.

Hannegrets Rote-Beete-Risotto
1 große Rote Beete mit Blättern, 2 Wurzeln, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 2 Brühwürfel, 2 Tassen Reis (Naturreis oder Risotto-Reis), Butter, Zucker, Pfeffer, Salz, Feigen-Balsamico (oder Crema Balsamico)
Die Rote Beete mit Küchenhandschuhen schälen und mit den Wurzeln in Würfel schneiden, Zwiebel und Knoblauch in kleine Würfel schneiden. Die Blätter der Rote Beete abtrennen, waschen und für einen Salat gesondert verwenden. Die roten Stiele in 2-3cm lange Stifte schneiden. Das Gemüse in Butter kräftig anbraten, den Reis hinzufügen, kurz mitbraten lassen und mit 4 Tassen Wasser und 2-3 EL Balsamico ablöschen. Die Brühwürfel hinzugeben (oder entsprechende Menge selbst gemacht Brühe verwenden) und alles aufkochen lassen. Dann Hitze reduzieren und bei regelmäßigem Umrühren den Reis für ca. 25-30 Min. quellen lassen. Mit Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken. Kann als Hauptgericht, Vorspeise oder Beilage gereicht werden.

Ratatouille „special way“ - sehr lecker
2 Auberginen, 2 rote Paprika, 2 Tomaten, 2 mittlere Zucchini, 2 rote Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 2 große Wurzeln, 10-15 schwarze entkernte Oliven (marokkanische, bzw. à la greque), Pfeffer, Salz oder Brühwürfel, Olivenöl, evtl., Crèma Balsamico, gekörnte Chili, gem. Kreuzkümmel, Rosenpaprika, Paprika edelsüß, Kräuter der Provence, getrockneter Rosmarin, scharfer Senf, evtl. 2 EL eingelegte Kapern
Die Auberginen in Würfel schneiden (etwas größer als gabelgerecht), mit grobem Meersalz oder Tafelsalz 15 Min. ziehen lassen, abspülen. gut 1 Tasse Olivenöl mit Salz, Kreuzkümmel und den beiden Paprikapulvern zu einer herzhaften Beize anrühren und in eine große Schüssel geben. Die Auberginenwürfel darin mehrmals gut wenden und ca. 15 Min. ziehen lassen. Ein großes Backblech mit Backfolie auslegen. Die Auberginenwürfel gleichmäßig auf dem Blech verteilen und im vorgeheizten Ofen bei ca. 210° 20-25 Min. backen. Die Auberginen sollten gar und leicht gebräunt sein, aber nicht matschig oder verbrannt. (Kann man so auch allein als Vorspeise nutzen.)
Die anderen Gemüse in gabelgerechte Würfel schneiden. In einen Wok oder einer großen Pfanne Olivenöl geben und bei großer Hitze das Gemüse anbraten. Zuerst die Wurzeln, dann die Paprika, dann die Zucchini und zuletzt die Zwiebeln einrühren. Bei häufigem Wenden kräftig durchbraten, ohne dass das Gemüse anbrennt. Nach ca. 10 Min. die Hitze reduzieren und weiterhin wenden. Das Gemüse sollte gar, etwas bissfest aber nicht hart sein. Die Oliven (Menge nach Geschmack 10-15 Stck.) halbieren und untermischen. Mit Brühwürfel oder Salz, Pfeffer, Senf, Chili und den Kräutern pikant abschmecken. Knoblauch fein schneiden oder hacken und mit den Tomatenwürfeln vermischen, leicht salzen.
Wenn alle Zutaten fertig sind, das Gemüse erneut erhitzen, die Tomatenmischung und die Auberginenwürfel unterziehen, ebenso die Kapern (wer sie nicht mag, lässt sie weg). Mit etwas Crèma Balscamico verzieren und gleich servieren.

Grünkohl mit Pesto – ohne Fleisch
Für ca. 4 Personen: 800-1000g TK-Grünkohl, 2-3 EL Pesto, 1 Zwiebel, Butter, Zucker, Salz, etwas Sojasahne oder Sahne, Alternative: 2-3 EL zarte Haferflocken, 1 kl DS Tomaten in Würfel
Grünkohl bei mittlerer Hitze auftauen und ca. 10-15 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb geben und mit einer Gabel etwas ausdrücken. Die Zwiebel würfeln und in Butter dünsten. Temperatur erhöhen und den Grünkohl hinzufügen. Häufig umrühren und braten bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Pesto nach Geschmack unterrühren, ggfs. mit Zucker und Salz abschmecken. Zuletzt einen Schuss Sahne mit einkochen lassen.
Dazu ein Kartoffelgratin oder Salzkartoffeln. Grünkohl mal ganz anders, sehr lecker. Variante: 2-3 TL Pinienkerne mit anbraten.
Schnelle Alternative: Grünkohl ohne Zwiebeln und ohne Sahne in einem Topf erhitzen, 1 kleine DS gehackte Tomaten hinzugeben, 1 Brühwürfel, 2 TL fertiges Pesto oder getrocknete Kräutermischung (Kräuter der Provence, Toskanamischung, Minze, Basilikum oder Bruschettagewürz) und 2-3 EL zarte Haferflocken unterrühren. Noch 5 Minuten ziehen lassen. Schmeckt lecker, hat wenig Kalorien und geht schnell.
Diese Mischung kann man pur essen oder auch als Beilage nutzen oder damit eine Lasagne herstellen.
Geht auch als Füllung für ein Omlett oder als Grundlage für eine Pizza (mal was anderes).

Crunchy Grünkohl
1 Zwiebel, 3 EL Öl, 500 g Grünkohl, fertig geputzt und gehackt, ½ Tasse Gemüsebrühe, 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Senfkörner, 1 Knoblauchzehe, 1 Peperoni, Salz und Pfeffer, 2 EL Erdnussbutter mit Stückchen
Die Zwiebel schälen, würfeln und in heißem Öl anbraten. Den Grünkohl dazugeben, anschwitzen und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Je nach Geschmack das Gemüse nur kurz erhitzen oder weich köcheln lassen. Den Knoblauch abziehen und zusammen mit der Peperoni hacken. Die übrigen Gewürze nun zugeben und unterrühren. Gegen Ende der Garzeit die Erdnussbutter zufügen.

Orientalisches Wurzelgemüse
800g gemischtes Gemüse aus Wurzeln, Pastinaken, Petersilienwurzeln und blauen Süsskartoffeln, 1 Zitrone, 3-4 EL gehackte Petersilie (ggfs. TK oder getrocknet), Olivenöl oder Butter, Zucker, Salz, Muskatnuss, Pfeffer
Das Gemüse schälen, halbieren und längs in lange Streifen schneiden, evtl. einmal noch halbieren.
Die Streifen in Butter oder Öl kräftig anbraten und mit Zucker, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 200ml Wasser hinzugeben und mit Deckel bei geringer Hitze 10 Min. garen lassen. Deckel abnehmen und bei erhöhter Temperatur das Wasser verkochen lassen. Von der gewaschenen Zitrone die Schale abreiben und zusammen mit der Petersilie auf das Gemüse geben.

Rotes Gemüse-Curry
500g Chinakohl, 500g Kartoffeln, 500g Möhren, 2-3 Zwiebeln, 1 gr. Dose Tomaten in Stücken, 2-3 EL getr. Korianderblätter (oder frisch), 1 Dose Kokosmilch 400ml, Öl, ca. 2cm Ingwer, 2-3 EL rote Currypaste (oder ersatzweise eine Mischung aus Chili, Korianderkörner, Kardamonkapseln, Cumin, Paprikapulver edelsüß, Knoblauchgranulat, Zucker, Salz oder 2 Brühwürfel, Tomatenmark, Olivenöl – alles gemixt)
Gemüse waschen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Das rohe Gemüse in Öl kräftig anbraten, Currypaste unterrühren und mitbraten, Tomaten mit Saft, Kokosmilch und Brühwürfel oder Salz hinzufügen. Bei mittlerer Hitze ca. 25-30 Min. köcheln lassen. Mit einer Schöpfkelle etwa ¾ der Gemüsemenge entnehmen und den Rest mit einem Mixer pürieren. Den Sud kräftig abschmecken und das entnommene Gemüse wieder unterrühren.
Schmeckt als vegetarisches Hauptgericht oder als Fisch- oder Geflügelauflauf

Kohlrabi-Kartoffel-Karotten mit Mango-Chutney
1 Kohlrabi, 400g Karotten, 400g Kartoffeln, ½ Tasse Sojasahne oder Sahne, 1 Tasse Mango-Sauce zum Grillen oder Mango-Chutney, Öl, Zucker, Salz oder gekörnte Brühe
Die Gemüse schälen und in möglichst feine Streifen schneiden. In einer großen Pfanne mit Zucker bestreuen und in Öl kräftig anbraten und dabei öfter umrühren. Sahne und Mango-Sauce vermischen und unter das Gemüse ziehen. Bei reduzierter Hitze ca. 20-25 Min mit Deckel köcheln lassen.

Kürbis-Gemüse-Auflauf mit Cashew-Crème
1 kleiner Hokaidokürbis, 4 Karotten, 2 Pastinaken, 4 Kartoffeln, Butter, 100g Cashewkerne, 100ml Sojasahne, Cumin, mildes Paprikapulver, Chiliflocken, Curcuma oder Curry, gekörnte Hühnerbrühe, Honig, Salz
Den Kürbis entkernen, Karotten, Pastinaken und Kartoffeln schälen. Alles in mundgerechte Stücke schneiden (wenn es geht den Kürbis in Achtel teilen und jedes Achtel nochmal dritteln, ergibt schmale sichelförmige Scheiben). Cashewkerne in der Moulinette (oder ähnlich) fein zerkleinern und mit Sahne, Honig und den Gewürzen zu einer dünnen, scharfen Paste verarbeiten. Das Gemüse in einer großen gebutterten Auflaufform gemischt verteilen und mit der Cashew-Paste abdecken. Noch etwas Sahne am Rand der Form eingießen. Bei 175-180° Umluft etwa 40-45 Minuten backen. Schmeckt allein sehr lecker, kann aber auch zu Hähnchenfleisch oder Medaillons gereicht werden.

 

Gemüse aus der Grillpfanne
Auberginen, Zucchini, Karotten, Fenchel, o.ä.
Mit einer gusseisernen Grillpfanne kann man sehr gut Gemüse, aber natürlich auch Fleisch zubereiten. Das Gemüse wird in etwa 1cm dicke Scheiben geschnitten und ohne Zugabe von Fett in der heißen Pfanne (bei 9 Stufen z.B. Stufe 7-8) von beiden Seiten gegrillt. Nicht zu oft wenden, dann erhält man die typischen Grillstreifen. Das Gemüse kann man warm oder kalt essen oder weiter verarbeiten. Für eine Antipastiplatte z.B. nehme ich Auberginen, Zucchini, Karotten und Fenchel. Die Karotten halbiert man nur längs, das andere Gemüse schneidet man in Scheiben. Mit einer großen Küchenpinzette werden die Stücke vorsichtig von der Pfanne gelöst und dann gewendet. Nach dem alle Stücke gegrillt sind, legt man sie auf einen Teller und bereitet dann eine oder mehrere Saucen zu. Gut schmeckt ein frisch im Mörser hergestelltes Pesto (Pinienkerne, Parmesan, Knoblauch, Basilikumblätter, Olivenöl, Salz) oder ein Öl aus Petersilie, Knoblauch und Zitrone. Man kann das Gemüse auch einfach nur mit etwas Salz würzen (nach dem Grillen). So kann jeder Gast sein Gemüse nach Belieben würzen.

 

Gemüsestreifen unter einer Cashew-Curry-Haube
Karotten, Zucchini, Champignons (o.ä.), Butter, 1 Ds geröstete Cashewkerne, Curry, Kreuzkümmel, Tahin, Soja-Sahne, Honig, Salz
Beliebige verschiedene Gemüsesorten, z.B. Karotten, Zucchini, Champignons oder Karotten, Pastinaken, blaue Kartoffeln oder Karotten, Lauch, Kartoffeln – also immer etwas bunt gemischt, mit nicht zu viel Eigengeschmack – in nicht zu dünne Streifen schneiden und in Butter bissfest anbraten und dünsten. Auf einer Gratinform gleichmäßig verteilen. Cashewkerne mit der Moulinette/Thermomix o.ä. fein pürieren und mit 2-3 EL Tahin, Curry, Kreuzkümmel, Honig, Salz und Soja-Sahne zu einer dicken Crème verrühren. Man kann statt Soja-Sahne auch die fettere Crème fraiche nehmen und nach Geschmack auch noch etwas fein gehackten Knoblauch unterrühren. Die Crème gleichmäßig auf das Gemüse geben und im vorgeheizten Ofen bei 180-200° 15-20 Minuten überbacken. Die Crème sollte dabei nicht dunkel oder fest werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, dünstet das Gemüse länger und verkürzt die Backzeit.

 

Julienne-Gemüse mit Mango und Cashew
8-10 Karotten, 1 große Zucchini, 100g Cashewkerne natur oder geröstet, 1 Mango, ½ TL gemahlener Kreuzkümmel, ½ TL Curcuma, 1 TL Curry, Samen von 5-6 Kardamonkapseln, 2 TL gekörnte Brühe (Gemüse- oder Hühnerbrühe), Zucker, Salz, Rapsöl, 100g Kräuterfrischkäse, Soja-Sahne, Sesamsamen.
Karotten schälen, Zucchini waschen, Cashew grob hacken, Kardamonkapseln aufbrechen und Samen im Mörser mit etwas Zucker und Salz mahlen. Mango schälen und das Fruchtfleisch längs in Achtelstücken vom Kern trennen und würfeln. Karotten und Zucchini in feine Streifen schneiden, geht am besten mit der Küchenmaschine (Julienne- oder Asia-Scheibe).
Etwas Öl in einer WOK-Pfanne oder ähnlich stark erhitzen und die Karottenstreifen darin stetig umrühren. Nach etwa 5 Min. die Zucchinistreifen und die Cashewstücke hinzugeben und weiter gut umrühren. Nach ca. 2-3 Minuten etwa 100ml Sojasahne eingießen, alle Gewürze, die gekörnte Brühe und die Mangostücke zugeben und bei kleinerer Flamme etwas einkochen. Hitze auf Minimum, den Frischkäse unterziehen und mit den Gewürzen nochmal abschmecken. Mit Sesam bestreut servieren.
Dazu kann man Nudeln oder Reis geben. Passt auch gut als Beilage zu Fischgerichten.
Gemüsereste kann man gut am nächsten Tag in Filoteig (Yufka) zu kleinen Häppchen mit Öl eingepinselt im Ofen backen.

Auberginenröllchen mit Pinienkernen und Frischkäse gefüllt
2-3 Auberginen, 50-60g Pinienkerne, 100g Kräuterfrischkäse, 5-6 Kardamonkapseln, ½ TL Kreuzkümmel, 1 TL Korianderblätter getrocknet, ½ TL Curcuma oder Curry, Rapsöl, Sesamsamen und oder schwarzer Kümmel.
Die Auberginen waschen, beide Enden abschneiden und mit einem langen Messer oder noch besser mit einer Brotschneidemaschine längs in dünne Scheiben schneiden (ca. 0,2 bis 0,3cm)- Die Scheiben dicht nebeneinander auf zwei Backbleche mit Backfolie legen. Auf der Oberseite mit reichlich Rapsöl einpinseln oder ggfs. mit dem Finger verteilen. Im Ofen bei 150° bis 160° Umluft ca. 15-20 Minuten backen. Die Auberginen sollten dabei weder braun noch trocken werden, damit sie sich nachher noch gut aufrollen lassen.
Pinienkerne hacken und mit dem Frischkäse und den Gewürzen zu einer pikanten Crème vermischen. Die Crème auf die Auberginenscheiben dünn auftragen, dabei sollte noch etwas zum Überbacken übrig bleiben. Die Scheiben locker aufrollen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Mit der restlichen Crème auf jedes Röllchen einen Tupfer geben und mit Sesam und oder schwarzem Kümmel bestreuen. Im Ofen bei ca. 200° nochmals 15-20 Min backen. Die Auberginen sollten butterweich sein und keinen Biss mehr haben, daher je nach Dicke der Scheiben und Art des Ofens noch etwas länger im Ofen lassen.
Die fertigen Röllchen auf Küchenkrepp legen, damit das überschüssige Öl aufgenommen werden kann. Die Röllchen können warm oder kalt als Vorspeise, Tapas oder Beilage serviert werden.
Alternative: Crème aus Cashew-Kernen und Frischkäse
Die Auberginen wie oben beschrieben vorbereiten. Aus 100-150g gerösteten Cashew-Kernen, 100g Frischkäse, Curry, Kreuzkümmel, Curcuma, Honig und Salz eine würzige Crème erstellen und auf die Auberginenscheiben streichen. Aufrollen, mit Sesam-Saat und /oder schwarzen Kreuzkümmel bestreuen und wie beschrieben im Ofen überbacken. Je nach Dicke der Scheiben und Art des Ofens ggfs. die Garzeit verlängern. Die Auberginen sollten butterweich sein und keinen Biss mehr haben.
Tipp: statt der asiatischen Gewürze kann man auch gehackten Knoblauch und Kräuter der Provence, oder gehackte getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt), Tomatenpüree und Paprikapulver, sowie etwas Chilipulver nehmen. Da gibt es noch viele Variationen an Gewürzen oder Käsesorten.


Karotten und rote Zwiebeln in Portweinsauce mit Kürbishaube
für 4 Portionen etwa 10-12 Karotten, 10 kleine rote Zwiebeln, 10 kleine Kartoffeln (Drillinge)Sojasahne, Portwein, 1/2 Hokaido-Kürbis, 6-8 Scheiben Bacon, Curry, Curcuma,
Cumin, Rosmarin, Rapsöl, Salz oder gekörnte Brühe
Die geschälten Karotten in 1 cm dicke Scheiben schneiden, Zwiebeln nur schälen, Kartoffeln waschen, Kürbis waschen und entkernen
Die Kartoffeln in einem Topf mit etwas Rapsöl anbraten, mit Salz und Rosmarin würzen und 20-30 Minuten bei kleiner Hitze garen.
Die Karotten und die Zwiebeln in einer Pfanne oder Wok mit etwas Öl kräftig anbraten, öfter umrühren. Nach ca. 10 Minuten mit 1/2 Tasse Portwein ablöschen und kurz aufkochen. 1/2 Tasse Sojasahne (oder Sahne) hinzugeben und weiter einkochen. Mit Curry, Curcuma, Cumin und Salz oder gekörnter Brühe würzen. Temperatur auf Minimum und weiter ziehen lassen. Den Ofen auf 200° vorheizen.
Den Kürbis von innen mit Salz, Curry und Cumin bestreuen. Aus dem Kürbis schmale Schlitze von der Mitte bis zu den Seiten so herausschneiden, dass man die Schlitze dann mit je 1 Scheibe Bacon füllen kann.
Das Gemüse in eine feuerfeste Form oder Wok geben. Dabei die Zwiebeln ringförmig außen anordnen. Dazwischen die Kartoffeln legen. In die Mitte den halben Kürbis mit der Schale nach oben legen und alles im Ofen für ca. 20 Minuten backen, bis der Bacon Farbe angenommen hat. Mit einem Zahnstocher prüfen, ob das Kürbisfleisch und die Kartoffeln gar sind. Den Wok oder die Form auf den Esstisch stellen und mit einem Löffel oder Messer den Kürbis portionieren.

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

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