Käse

Käsefondue
Zutaten für ca. 6 Personen (Grundversion)
700 g Gouda, 500 g Emmentaler, 1 Fl. Halbtrockenen Weißwein, 1 Gläschen Zwetschgenschnaps, 1 Tasse Mehl, Pfeffer, Salz, Muskatnuss, 2 Meterbrote (Baguette), 1 Fondue-Set
Geben Sie etwa 0,5 l Wein in den Fonduetopf und erwärmen Sie ihn auf dem E-Herd mit geringer Hitze. Den Käse würfeln Sie und geben ihn zum Wein. Rühren Sie die Mischung häufig durch und haben Sie Geduld. Es dauert bis der Käse anfängt weich zu werden. Wenn Sie die Hitze zu stark erhöhen, brennt der Käse nur an. Beim Rühren können Sie schon mal mit Pfeffer und Muskatnuss würzen, eventuell etwas Salz - aber meistens ist der Käse schon ausreichend gesalzen. Das Mehl mit einem Mixer mit einer Tasse Wein glatt rühren. Wenn der Käse sich vollständig aufgelöst hat und das Fondue etwas zu köcheln anfängt, erhöhen Sie kurz die Hitze, rühren gleichmäßig und geben den Schnaps und etwa die Hälfte der Mehlmischung in das Fondue. Sollte die Mischung noch zu dünn sein oder es schwimmt noch Wein oben auf, dann nochmals etwas Mehl-Wein-Gemisch einrühren. Hitze wieder reduzieren, ggfs. Fondue-Topf kurz vom Herd nehmen. Das Brot in mundgerechte Stücke schneiden. Und nun geht es los. Jeder Gast spießt ein Brotstück auf seine Fonduegabel und dreht sie einmal durch die Käsemischung. Der Fondue-Topf steht auf dem Rechaud bei kleiner Flamme, sonst brennt der Käse gleich an.
Tipp: versuchen Sie nicht, das Fondue schon am Tag zuvor vorzubereiten, das klappt nicht. Es muss so zubereitet werden, dass es nicht anbrennt, aber auch nicht wieder erkaltet. Aber keine Panik, durch die Mehlbindung haben Sie genügend Spielraum für die Temperatur.
Variationen: Wer es würziger mag, gibt noch zerdrückten Knoblauch oder angebratene Zwiebelwürfel in das Fondue. Statt Wein kann man auch Brühe nehmen (probiert habe ich das aber nicht). Und zusammen mit dem Brot können Sie noch viele weitere Zutaten anbieten: Bananenscheiben, Ananas, Schinkenwürfel, gekochte Kartoffeln, Salami, Champignons, etc. Allerdings lassen sich nicht alle Zutaten mit der Fonduegabel im Topf drehen, dann nimmt man eben einen Löffel und gibt das Fondue auf den Teller.
Sollte wider Erwarten etwas übrig bleiben: erkalten lassen und am nächsten Tag zum Überbacken von Gemüse, Fleisch oder Brot benutzen oder unter Kartoffelpüree ziehen.


Obatzter
Eine deftige Mahlzeit oder Vorspeise für Freunde von reifen Camemberts.
Pro Person sollten Sie bei einer Vorspeise etwa 100 g reifen Camembert rechnen. Die weiße Rinde wird entfernt und mit einer Gabel wird die Käsemasse mit etwas Butter und einer kräftigen Prise Rosenpaprika zerdrückt und verrührt bis eine dicke Creme entstanden ist. Hierzu reicht man deftiges Brot, rohe Zwiebelringe (wer es mag) und natürlich ein kühles Bier.


Raclette
Für dieses gesellige Essen benötigen Sie ein Raclette-Gerät mit soviel Pfännchen, wie Sie Gäste haben. Pro Person rechnen Sie etwa 200 g Käse. Im Original nahm man nur Raclettekäse und gekochte Kartoffeln. Der halbierte Käselaib wurde - ohne Raclette-Gerät - vor ein offenes Feuer gehalten und der Käseschmelz mit einem Holzschaber abgenommen und auf die Kartoffeln gegeben.
Die moderne Variante bieten Ihnen jede Menge lukullischer Möglichkeiten. Bieten Sie Ihren Gästen eine Vielfalt von Käsesorten an: Raclette, Emmentaler, Gouda, Edamer, Mozzarella, Gorgonzola, Camembert, Brennesselkäse oder was Sie sonst so mögen. In kleinen Schälchen reichen Sie diverse Zutaten für die Pfännchen: Tomatenscheiben, Cornichons, geschnittene Champignons, Oliven, gekochte Kartoffeln, gekochter Schinken, Salamischeiben, Blutwurst, gebratenes Hackfleisch, Thunfisch aus der Dose, Spargel, gekochten Brokkoli, Mais, Bananen, Nektarinen, Birnen aus der Dose, Kräuter, Curry, etc. Je mehr Gäste Sie haben, desto mehr Variationsmöglichkeiten ergeben sich.
Übrigens kann man auch schon mal einen Kindergeburtstag damit ausklingen lassen. Die lieben Kleinen (so ab etwa 8-9 Jahren) finden das Mischen, Ausprobieren und Brutzeln meistens sehr spannend und schmecken tut es ihnen auch.


Überbackener Toast
oder Toast-Hawaii und seine Variationen

Pro Person rechnen Sie für die Grundversion 3-4 Scheiben Toast und entsprechende Mengen gekochten Schinken und Scheiblettenkäse, Ananasscheiben aus der Dose, Butter.
Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Toastscheiben mit Butter bestreichen, darauf 1 Scheibe gekochten Schinken, 1 Scheibe Ananas und zuletzt 1 Scheibe Scheiblettenkäse. Alle Brote auf ein Backblech geben und 5-8 Minuten im Ofen überbacken.
Ähnlich wie bei dem Raclette können Sie auch hier Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Statt Schinken Salami, statt Ananas Cornichons, Champignons, grüner Spargel, Tomatenscheiben, oder oder...,statt Scheiblettenkäse Emmentaler oder Gorgonzola. Erlaubt ist was schmeckt. Backen Sie immer nur soviel Toast auf einmal, wie auch kurzfristig gegessen wird, kalt schmeckt er nicht so gut. Aber die Brote lassen sich gut vorbereiten.

Camembert in Kräutersud gebacken
für etwa 6 Portionen: 1 oval geformter Camembert, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, 1 Karotte, etwas Sahne (oder Soja-Sahne), nach Geschmack etwas Weißwein, Olivenöl oder Butter, Pfeffer, Salz, Kräuter der Provence, getr. Estragon, getr. Petersilie, Tapas- oder Crème-Brulée-Förmchen
Das Gemüse in feine Streifen schneiden und in Butter oder Öl weich braten, mit Sahne und Wein einkochen und auf die Förmchen verteilen. Kräuter in eine Keramik-Kräutermühle geben (Tipp: etwas Lavendelblüten, Fenchelsamen, rosa Pfeffer, getrockneten Estragon und grobes Salz dazu, gibt eine tolle Note). Den Camembert in 6 Scheiben schneiden und auf die Gemüsemischung legen und mit etwas Petersilie bestreuen. Im Ofen bei 210° ca. 5-8 Min.oder in der Mikrowelle 600 Watt, 2 Min. kurz erhitzen. Der Camembert sollte weich sein, aber nicht zu sehr verlaufen. Dazu ein frisches Baguette und ein Glas Wein nach Geschmack.

Käse-Crème
100g Kochkäse ohne Kümmel, 100g Butter, 100g Sahneschmelzkäse, 100g Crème fraiche, Kräuter oder Gewürze nach Wahl (z.B. Kräuter der Provence, getr. Bruschetta-Gewürz, indische Curry-Gewürzmischung, Rosmarin, o.ä. - kann man auch portionsweise würzen).
Alle Zutaten bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und gut verrühren. In ein Weckglas mit Drahtbügelverschluss füllen, abkühlen lassen und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren. Schmeckt lecker auf Brot, Baguette oder auch auf Mürbe-/Hefe-/Blätterteig mit beliebigen Zutaten.

 

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